Direkt zum Hauptbereich

Posts

Neues Zuhause für unser Weltrekord-Bienenhotel

Am 27. Juni haben wir mit unserem Bienenhotel am erfolgreichen Weltrekordversuch für das größte Nützlingshotel teilgenommen. Siehe auch "Weltrekord mit 614 Bienenhotels" . Nach der Veranstaltung hat jeder Teilnehmer sein Bienenhotel/Nützlingshotel wieder mit nach Hause genommen. Seit diesem Zeitpunkt sind wir auf der Suche nach einem geeigneten Standort. Während unseres Aufenthaltes am Ossiacher See kehrten wir im Naturgasthof Schlosswirt Ossiach ein. Bereits auf der Webseite des Restaurants ist zu erkennen, dass Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema für die Eigentümer ist und dass ein großes Interesse an Bienen besteht. Als wir dort ankamen, hat uns bereits der Eigentümer Clemens herzlich empfangen und von seinen Bienenvölkern erzählt. Sofort war klar, dass wir das neue Zuhause für unser aufwändiges Bienenhotel gefunden haben. Ab sofort gibt es im Naturgasthof Schlosswirt Ossiach cirka 200 zusätzlich Gasträume, zumindest für die ganz kleinen Gäste.

Weltrekord mit 614 Bienenhotels

Am 27. Juni wurde das größte Nützlingshotel der Welt in Tulln an der Donau errichtet und wir waren dabei. In langer Vorbereitung haben wir ein Bienenhotel nach vorgegebenen Maßen erstellt. Wir haben Schilf, Bambus und Hartholz als Nistmöglichkeiten eingebaut und darauf geachtet, dass die Längen und Breiten der Nistlöcher auf Wildbienen abgestimmt sind (zwischen 10 und 15 Zentimetern Länge und 3 bis 9 Millimeter Breite). Jedes Nistloch haben wir sowohl an der Öffnung als auch innen gefeilt damit sich die Bienen keine Verletzungen an den Flügeln zuziehen. Mit unserem fertigen Bienenhotel und weiteren Bienenhotels von über 1000 Schülern und 100 Privatpersonen wurde ein Nettovolumen von 31,37 Kubikmetern erzielt und somit der gültige Guinnes World Record von 18,46 Kubikmetern deutlich überboten. Bauanleitung als PDF

Hilfe für die Schwertlilien

Nicht nur das Anlegen von Blumenwiesen ist wichtig, auch das Erhalten vorhandener Naturschönheiten ist Teil unseres Programms. Dafür haben wir uns an zwei Tagen dem Naturschutztbund Niederösterreich angeschlossen, um den Lebensraum der Schwertlilie, der behaarten Wolfsmilch und anderen gefährdete Arten zu erhalten.  Schwertlilie (Quelle: Austria Forum) Schwertlilien wachsen auf den selten gewordenen Pfeifengraswiesen, die meist an feuchten Ufern von Flüssen oder Seen vorkommen. Der Naturschützer in Österreich warnen davor , dass ein Aussterben der Schwertlilie das Futterangebot für zahlreiche Insekten wie Wildbienen verringern, den Verlust an Artenvielfalt vorantreiben und damit die Pufferfähigkeit und Gesundheit des Ökosystems vermindern würde. Pflegeeinsatz am 19. April 2019 in Moosbrunn Es hat Spaß gemacht mit gleichgesinnten Naturschützern jeden Alters zusammen zu kommen, sich aus zutauschen und dabei (fast meditativ) Neophyten in rauen Mengen händisch aus...

Lichtenegg, ein sympatischer Fleck!

"Von denen hör ich nie wieder" dachte sich Josef Schrammel, als wir ihn vor ein paar Wochen anriefen, ihm unsere Aktion erklärten und um ein Fleckchen Erde in seiner Gemeinde baten. Wer zieht schon durch Land und legt kostenlos Blumenwiesen an? Als wir aber dann letzte Woche anriefen und sagten "So, da sind wir!", ging alles ganz automatisch. Ein schönes, großes Plätzchen von 100 m2 an der Florinikapelle war schnell gefunden und sogar schon durch eine Mahd vorbereitet. Ein Mitarbeiter der Gemeinde brachte uns spontan ein paar m3 Erde, zeigte uns einen Wasseranschluss und besorgte uns einen Schlauch zum Wässern. Danke für die Unterstützung Herr Josef Schrammel, Brigitte Schuh und 'Koarl' An der großen, eingezäunten Fläche hatten wir trotzdem ganz schön zu "hackln". 100m2 aufharken, Erde verteilen, säen und gießen, dazu noch ein Herz ausstechen, umdrehen und ebenfalls mit Blumensamen versehen, hat dann doch den ganzen Tag gedauert. Der sch...

Das 'Herz für Bienen'-Labyrinth: Begegnung mit der Natur

Was ist ein Labyrinth? Das Symbol des Labyrinths gehört zu den ältesten der Menschheit. Der Weg eines Labyrinths bringt Menschen in Be-weg-ung, er bringt etwas in Gang. Es bringt uns auf einen Weg der unüberschaubar und schwierig ist, um am Ende an einem Ziel anzukommen, um einander zu begegnen, um sich selbst oder etwas zu begegnen. Das 'Herz für Bienen'- Labyrinth symbolisiert den Weg zurück zu einem umweltfreundlichen und umweltbewussten Verhalten des Menschen auf der Erde. Das Ziel ist das Leben im Einklang mit der Natur.    'Herz für Bienen' - Labyrinth Das Labyrinth besteht aus Ziegelbruch-Wegen und bienenfreundlichen Blumenbeeten und ist im Waldgarteninstitut von Bernhard Gruber entstanden. Das Waldgarteninstitut hat uns einen Schritt weiter gebracht auf unserem persönlichen Weg zu umweltbewussterem Verhalten. Ein wunderbarer Ort, um neue Pflanzen kennen zu lernen und um zu verstehen, wie Pflanzen, Materialien, Menschen und Tiere einen harmonisch...

Purgstall blüht (bald)

Das letzte Wochenende führte uns nach Purgstall an der Erlauf zu Freunden. Voll motiviert haben wir dort schon am Freitagabend den Vorgarten umgegraben. Je länger wir drüber nachdachten, um so mehr nahm das Plätzchen Gestalt an. Ein Bäumchen sollte her und eine Tratschbank. Die Bank funktionierte sofort und es gab leckere Äpfel vom Nachbarn für die Kinder! Privates Platzerl mit Tratschbank Am Samstag morgen war dann die Wiese von Gigi und Stefan dran, ganz liebe Freundesfreunde. Hier haben wir uns für einen Blumenstreifen entschieden, wie man es bei der sogenannten "Zebrasaat" macht. Dabei werden nur Streifen in Blumenwiesen umgewandelt mit dem Ziel, dass sich die Blumen im Laufe der Zeit auch auf die angrenzenden Flächen ausbreiten. Bienenfreundlicher "Zebrastreifen" Zuletzt konnten wir mithilfe der Verwandtschaft unserer Freunde auch noch den Bahnübergang zur Schlosssiedlung umpflügen, ein Blumenherz einpflanzen und den Rest der 50m2 Fläche mit Blumen...

Blumensamen sähen und pflegen

Am ersten Tag unserer Tour sind wir bei Samenlieferanten Erich Bangerl und seiner Partnerin in Raab herzlich empfangen worden. Der REWISA-zertifizierte Blumensamen enthält garantiert nur heimische Blumen- und Gräsersamen. Neben dem Blumensamen für 1.400 m2 Blumenwiese haben wir auch nützliche Tipps für das Anlegen und die Pflege der Blumenwiesen bekommen, die wir unten für Euch zusammengestellt haben.  Aussaat und Pflege einer Blumenwiese: Der Blumensamen kann von August bis Mai ohne weitere Pflege ausgesäht werden. In der heißen Jahreszeit ist zusätzliches Bewässern nötig. Ansaat erfolgt auf feinkrümeliges Saatbett (offener Boden!) in der Sonne oder im Halbschatten. Die Blumen mögen festen Boden, der auch noch etwas Wasser gespeichert hat. Wenn die Blumen und Gräser ca 20-30 cm hoch gewachsen sind, soll eine Mahd erfolgen (nicht zu niedrig), damit die zunächst schneller wachsenden Gräser nicht zu sehr dominieren. Das Mähgut bitte abtransportieren. Bei starkem Unkrautauf...

Das Maskottchen

Das Maskottchen Warum sind wir da nicht selber drauf gekommen? Natürlich brauchen wir neben den Herz-für-Bienen Aufklebern, Emaille-Tassen, und T-Shirts ein Maskottchen für unsere Tour. Zum Glück haben wir die besten Nachbarn, die man sich wünschen kann, die uns gleich drei mal mit dem Bienen-Stofftier versorgt haben. Unser Sohn Paul hat es Bieni getauft. Vielleicht versteigern wir Nr. 2 und Nr. 3 am Ende der Reise ;)

Buchempfehlung: "Die Geschichte der Bienen"

Der Titel des Buches "Die Geschichte der Bienen" hört sich harmlos an. So harmlos, als wäre er geeignet für eine Gute-Nacht-Geschichte. Es sind jedoch drei ineinander verwobene Handlungen die  in den Jahren 1852, 2007 und 2098 spielen. Ein geschickt gewählter Zeitraum, kann doch so mancher ein Ahnenbuch vorweisen das soweit zurückreicht und werden doch einige unserer Kinder 2098 noch erleben. Es ist also ein Zeitraum, den man sich vorstellen kann.  In diesem Zeitraum veranstalten die Menschen so mancherlei Unsinn. Zum Beispiel beginnen sie Bienen industriell zu züchten, schaffen es, sie (fast) zu vernichten und bekommen dann noch mal eine Chance, sie einfach ihr Bienen-Leben leben zu lassen. Seite an Seite mit den Menschen, welche die Bienen so dringend brauchen. Das Buch ist deshalb so packend, weil Fakten (die Handlungen von 1852 und 2007) und Fiktion (die Handlung von 2098) sich vermischen. Ja, man lernt sogar etwas über die Konstruktion des ersten richti...

Blumensamen von REWISA! (und nicht von Amazon!)

Wir haben unsere Auszeit vor 1,5 Jahren begonnen zu planen. Zur Vorbereitung gehörte auch die Auswahl des richtigen Blumensamens. Im Internet hat mich eine Samen-Mischung für Bienen und Hummeln angesprochen. Ich habe sie bestellt, gepflanzt und letztes Jahr damit sicher auch ein paar Bienen glücklich gemacht... ABER: Bitte macht mir dies nicht nach denn: Viele herkömmliche Saatgut-Mischungen enthalten nicht-heimische Pflanzen oder Zuchtformen. Solche exotischen Pflanzen bieten nur wenigen Tieren Nahrung und haben oft nicht abschätzbare Folgen auf die heimische, genetische Vielfalt. Man sollten nur Blumen und Gräser verwenden, die am Pflanzort heimisch sind, und sich über unzählige Generationen hinweg einem bestimmten Standort angepasst haben. Daher ist es bei der Wahl des Saatgutes auch wichtig, dass es von Wildpflanzen aus möglichst gebietsnahem (regionalem) Anbau stammt.  © REWISA Netzwerk (www.rewisa.at) Erste Anlaufstelle in ...

Futter für glückliche Bienen in Salzburg

Salzburg scheint schon ein Mekka für Bienen geworden zu sein. Immer mehr Hobby-Imker gibt es hier laut Salzburg 24 . Die Salzburger Bienen müssen gefüttert werden, dachten wir uns und haben prompt zwei liebe Familien gefunden, die ihre privaten Gärten für unsere Aktion zur Verfügung stellen. Danke! (Die Salzburg - © Tourismus Salzburg GmbH) Die beiden neuen Punkte auf unserer Karte findet ihr hier: Bienenherz

Einsatz in Neu Pischelsdorf

In Neupischelsdorf geht es auf eine Feuchtwiese. Eine Feuchtwiese ist ein Graslandtyp, der nicht nass, nicht frisch, nicht trocken, sondern feucht ist und dazu selten. Wieder etwas gelernt! In seltener Natur wohnen seltene Insekten wie farbenprächtige Falter und Käfer, Vögel und natürlich: Bienen! ( Quelle: Wikipedia ).  Alte Fischaschlingen Die Fischa, ist der kleine Fluss an dem wir an den Alten Fischaschlingen ( die Ufer der Fischa)  helfen werden eine Pfeifengraswiese zu erhalten. Pfeifengraswiesen sind heute selten, weil sie unökonomisch sind, sodass viele Flächen mithilfe von Trockenlegungsmaßnahmen und Düngung in Intensivgrünland oder Äcker umgewandelt wurden. Hier gilt es, Goldrute und Springkraut händisch zurückzudrängen, um so die seltenen Feuchtwiesenarten optimal zu fördern. Seite des Naturschutzbundes Österreich zum Einsatz "Alte Fischaschlingen" am 27.04.2019 um 10 Uhr. Macht mit! Ihr könnt Euch direkt beim Naturschutzbund anmelden, oder uns einfach ...

Einsatz in Moosbrunn

Unseren Einsatz in Moosbrunn haben wir dem Naturschutzbund Niederösterreich zu verdanken. Hier ist eine Pflegeaktion geplant um die sibierische Schwertlilie an der Piesting zu erhalten.  Biene nascht an einer Schwertlilie (Foto: Klaus Ahrens ) Die wunderschöne, dunkel-violette Blume dient oft als Uferbepflanzung und ist ein Schlaraffenland für Bienen und Hummeln. Leider wird sie von der eingewanderten Goldrute, einer Neophyte , verdrängt. Der Einsatz dient also dazu die Goldrute auszuzupfen, um der Schwertlilie wieder mehr Platz zu bieten. Das Ufer der Piesting in Moosbrunn (Foto: http://www.moosbrunn.gv.at/) Macht mit! Der Link unten führt Euch zu allen wichtigen Details der Aktion am 19.04.2019 um 14 Uhr. Ihr könnt Euch direkt beim Naturschutzbund anmelden, oder uns einfach Bescheid geben. Auf unserem Bienenherz findet ihr die Aktion natürlich auch und zwar hier ! Link: Seite des Naturschutzbundes zum Einsatz in Moosbrunn

Neo... was?

Wir haben einen neuen Begriff gelernt: Neophyten ! Denen werden wir bei den Herz-für-Bienen-Einsätzen öfter begegnen. Wer jetzt denkt, dass Neopythen aktive Umweltschützer sind, liegt falsch. Neophyt ist die Bezeichnung für eine Pflanzen, die seit der Entdeckung Amerikas (1492) bei uns absichtlich eingeführt oder versehentlich eingeschleppt wurde und heute verwildert ist. Übersetzt heißt Neophyt schlicht " neue Pflanze ". Riesenbärenklau (oder Herkulesstaude) Sie verwildern, weil sich von alleine in bestimmten Regionen sehr erfolgreich ausbreiten. Manche dieser Neophyten verdrängen dabei andere heimische Pflanzen und somit auch die ursprüngliche Artenvielfalt (z.B. Bienen, Hummeln, Schmetterlinge). Andere fördern die Erosion oder verursachen schwere Hautentzündungen (zum Beispiel der Riesenbärenklau, siehe Bild). Kurz: Sie müssen weg! Ein paar unserer Einsätze werden daraus bestehen, Neophyten zu beseitigen. Macht mit!! Mehr Informationen zu Neophyten und welch...

Zwei Österreicher und eine Piefke

"Warum Österreich?", fragt mich die nette Dame vom Naturschutzbund Österreich. "Sie haben doch sicher auch in Deutschland Wiesen, die gepflegt werden müssen."  "Ja, das stimmt", sage ich, "aber mit meinem Mann und unserem Sohn sind die Österreicher in unserer Familie in der Überzahl. Mich zieht es auch immer wieder nach Österreich, wo ich selber schon sieben Jahre gelebt habe. Wir haben nur unseren Lebensmittelpunkt aktuell in Deutschland." "Unser Sohn kommt nächstes Jahr in die Schule. Vorher soll er so viel wie möglich Heimatluft schnuppern. Und das am liebsten abseits der überfüllten Campingplätze und Urlaubsorte während  Schulferien, an die wir bald gebunden sind. Auch für meinen Mann und mich ist das die letzte Möglichkeit mehrere Wochen zusammen unterwegs zu sein, solange unser Sohn schulpflichtig ist. Verschieben geht also nicht. Jetzt oder nie." Das leuchtete ihr ein. Wir freuen uns darauf auch bei einigen Aktionen des Nat...

Drei Pötte

Ei was hat das Christkind denn da gebracht? Einen Emaille-Becher mit unserem 'Herz für Bienen'- Logo für jeden Bewohner unseres Bienen-Mobils. Wir freuen uns schon darauf keine Spülmaschinen mit tausend Bechern, Tassen und Gläsern ein und ausräumen zu müssen. Stattdessen halten wir unseren Pott kurz unter den Wasserkanister - und fertig! Die Schutzfunktion von Emaille an Alltagsgeräten ist eine Neuerung des 19. Jahrhunderts, sagt Wikipedia. Damals gab es Handspülen anstatt Spülmaschine, Emaille statt Email, zusammen singen anstatt alleine Handy-Zocken und außerdem viele, viele Bienen, Hummeln und Vögel auf den Wiesen. Holen wir uns ein Stück davon zurück! Wieviele Tassen, Gläser und Becher brauchen wir wirklich? Wieviele Paar Schuhe? Wieviele Tupperdosen und wieviele Gartengeräte? Dinge besitzen bedeutet sich um Dinge kümmern zu müssen. Mit wie wenig kommt man aus? Auch eine Frage, die wir während unserer Auszeit für uns beantworten wollen.

Das Bienenmobil ist da!

Wir haben es getan. Das Bienenmobil ist da! Auf unserer Einfahrt steht ein Bürstner Averso. Dieser Wohnwagen wird also sechs Monate lang unser zu Hause sein. Was wohl das Nummernschild bedeuten soll? Wer hat einen Tipp? Schreibe uns gerne über das Kontaktformular:

Geburtsstunde

Natterer See, Tirol, Österreich, Blick auf die Nordwand des Karwendel. Die Natur ist einfach zu schön. Sie muss aktiv geschützt werden. Darum geht es auf diesem Blog. Endlich geht es los mit unserem Sabbatical. Zumindest hier im ersten Posting. Bis wir mit unserem Bienenmobil losfahren, sind es leider noch sieben Monate. Die Idee ist simpel: Die Bienen finden keinen natürlichen Lebensraum mehr, also pflanzen wir ihn. Und Du kannst mitmachen!  Wie das alles funktioniert findest du bald hier auf diesem Blog. Christian, Susanne (Biene) und Paul